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Do, 18. Februar 2016

Was fehlt in der Flüchtlingsarbeit?

Bremerhavener Werkstatt zur Koordinierung der Angebote für geflüchtete Menschen

In Bremerhaven fand am Samstag, 13. Februar, eine ganztägige Werkstatt zur Koordinierung der Angebote für geflüchtete Menschen im Deutschen Auswandererhaus in Bremerhaven statt. 50 haupt- und ehrenamtlich Engagierte folgten der Einladung der Friedrich-Ebert-Stiftung. Darunter viele jungen Menschen aus der Hochschule und dem Jugendforum und wenige Vertreter vom Magistrat. Ebenso Mitarbeiter freier Träger, der Volkshochschule, einer Stadtteilkonferenz, von Human Support und der Bildungsoase und vom Arbeitskreis Flüchtlinge und Migration. Die Begrüßung erfolgte durch die Integrationsbeauftragte der Stadt Bremerhaven, Sandra Bröring.
Unter der Moderation von Kristina Nauditt und Gerd Wermerskirch tauschten sie Erfahrungen aus und erarbeiteten Lösungsideen, Absprachen sowie Vereinbarungen im Haupt- und Ehrenamt. Deutlich wurde dabei, dass in Bremerhaven sehr viel ehrenamtliche Arbeit geleistet wird, jedoch unbedingt eine bessere Vernetzung von Haupt-und Ehrenamt erforderlich ist. Ein Beispiel sind ehrenamtlich erteilte Sprachkurse, die besonders für Geflüchtete ohne Status sehr wichtig sind. Deshalb wurde vorgeschlagen, das Netzwerk Sprachkurse um Ehrenamtliche zu erweitern.
Ein wichtiges Anliegen war es den Teilnehmern in diesem Zusammenhang auch, die Transparenz zu fördern: Einerseits den Informationsfluss an die geflüchteten Menschen zu verbessern, da sie häufig den Kontakt mit Behörden scheuen und andererseits Informationen über Bedarfe an die Verwaltung weiterzugeben.
Auch die Stärkung der stadtteilbezogenen Arbeit war wegen der geringeren Fahrtkosten und der besseren Erreichbarkeit für die Geflüchteten ein Thema. Als hilfreich wurde es angesehen, eine Übersicht zu erstellen über alle Angebote und Träger in der Stadt, um zu erfahren: Was gibt es im Stadtteil? Wer macht was? Was kann man zusammen machen? Zum Ende der Werkstatt wurde eine Übersicht über die erwartete Entwicklung, die Probleme und die Lösungsmöglichkeiten erstellt.

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