Liebe Leserinnen und Leser,

jeder vierte Bremer, jede vierte Bremerin ist ein Mensch mit dem so genannten Migrationshintergrund. Das größte Krankenhaus des Landes beschäftigt Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die ursprünglich aus 60 verschiedenen Ländern nach Deutschland kamen. Ein Drittel der heute Sechsjährigen kommt aus Einwanderungsfamilien. Unser Land ist multiethnisch geworden. Die Einwanderung bestimmt häufig den Alltag.

Integration ist in den kommenden Jahren eine zentrale Aufgabe unserer Gesellschaft. Eine Herausforderung. „Migration ist auch eine Zumutung, für die Zugewanderten wie für die Einheimischen“ – schrieb in einem Essay die zwanzigjährige Alina Widiker, die nach Deutschland aus Kasachstan  kam. Eine Zumutung – das klingt zuerst einmal ziemlich negativ Doch in dem Begriff „Zumutung“ steckt als Kern das Wort „Mut“. Ja, Mut brauchen wir alle. Denn integrare heißt ursprünglich erneuern, deswegen kann die Integration keine Einbahnstraße sein.
Sie kann nur gelingen, wenn wir uns ehrlich begegnen, wenn wir unsere Gegenwart und unsere Zukunft gemeinsam gestalten.

Dazu lade ich Sie herzlich ein.

Libuse Cerna
Vorsitzende des Bremer Rates für Integration

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