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Do, 21. Juni 2018

Heiße Themen beim Frauen-Mittagessen

Landesfrauenbeauftragte zu Besuch im Frauengesundheitstreff Tenever (FGT)

Einmal im Monat kommen 50 bis 60 Frauen auf Einladung der Sozial- und Gesundheitswissenschaftlerin Prof. Dr. Annelie Keil und des Frauengesundheitstreffs Tenever in der Koblenzer Straße zum Mittagessen zusammen. Es ist eine interkulturelle und generationsübergreifende Veranstaltung, bei der Köchinnen aus dem Stadtteil für die Besucherinnen herzhafte Suppen nach Rezepten aus aller Welt zubereiten.
Der FGT freute sich sehr, erstmals Bremens neue Frauenbeauftragte Bettina Wilhelm am 18. Juni als Ehrengast beim „Gastmahl bei Freundinnen – internationale Suppen“ begrüßen zu dürfen. Bettina Wilhelm nutzte die Gelegenheit, den Stadtteil Tenever und seine Bewohnerinnen besser kennenzulernen.
Hier kam sie mit den Frauen direkt vor Ort ins Gespräch. Sie berichteten von fehlenden Einkaufsmöglichkeiten in Tenever. Seit einem Jahr gibt es hier keinen Discounter oder Supermarkt mehr. Das sei vor allem für die Älteren, aber auch für Frauen mit zahlreichen Kindern ein Problem. Sie müssen weite Wege zu Fuß zurücklegen oder Geld für die Straßenbahn ausgeben.

Ohne Titel
V.r: Inge Koepsel (ehem. MItarbeiterin der FGT), Jutta Flerlage (FGT), Landesfrauenbeauftragte Bettina Wilhelm (ZGF), Katrin Höpker (Quartiersmanagerin), Angelika Zollmann (ZGF), Christa Brämsmann (Mütterzentrum Tenever)

Andere beklagten die zu hohen Eintrittspreisen des Schwimmbads. Viele Frauen haben in einem vom FGT organisierten kostengünstigen Schwimmkurs im OTe Bad schwimmen gelernt und auch schon den kostenfreien Präventionskurs Wassergymnastik besucht. Schwimmen tut den oft chronisch Kranken gut, aber die Preise der Bremer Bäder sind für sie zu hoch.
Weitere Themen, die bei einem Gang durch den Stadtteil, zusammen mit der Quartiersmanagerin Katrin Höpker und Christa Brämsmann vom Mütterzentrum Tenever, zur Sprache kamen, war das Fehlen einer Kinderarztpraxis im kinderreichsten Ortsteil Bremens. Zudem gebe es zu wenige Hebammen im Bremer Osten. Auch dringend notwendige Unterstützung beim Thema häusliche Gewalt und nicht zuletzt die schlechte personelle Situation des Fit-Points (Halle der Bewegung) wurden angesprochen.
Eine lange Liste, die die neue Frauenbeauftragte mit in ihr Büro nimmt.

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